Sonnenschutzglas wird durch Aufdampfen metallischer oder metalloxidischer Schichten auf die Glasoberfläche oder durch Einfärben der Glasmasse hergestellt. Der entscheidende Kennwert ist der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad), der angibt, wie viel Sonnenenergie durch das Glas in den Raum gelangt. Niedrige g-Werte, typischerweise zwischen 0,2 und 0,5, reduzieren sommerlichen Wärmeeintrag. Hochwertige Selektivbeschichtungen erzielen dabei eine gute Tageslichtdurchlässigkeit bei gleichzeitig niedrigem g-Wert. Sonnenschutzgläser werden häufig mit Wärmeschutzfunktion kombiniert, sodass ein Mehrscheiben-Isolierglas beide Anforderungen erfüllt. Der visuelle Lichtdurchlässigkeitsgrad sollte gemäß Planung auf Tages- und Kunstlichtnutzung abgestimmt sein.