Der Glasfalz ist die funktionale Aufnahmezone für Verglasungseinheiten innerhalb des Fenster- oder Türrahmens. Seine Tiefe und Breite müssen auf die Scheibendicke abgestimmt sein und ausreichend Platz für Verglasungsklötze, Dichtprofile sowie Toleranzausgleich bieten. Normvorgaben wie EN 14351 definieren Mindestfalztiefen in Abhängigkeit von Scheibenformat und -gewicht. Der Glasfalz kann offen oder mit aufgesetzten Glasleisten ausgeführt sein. Verglasungsdichtungen im Glasfalz übernehmen gleichzeitig die Funktion der Luft- und Wetterdichtigkeit sowie der elastischen Lagerung des Glases. Falzform und -tiefe beeinflussen zudem den Psi-Wert (linearer Wärmedurchgangskoeffizient) des Randverbunds.